Schultes persönlich - Jänner 2017

(c) LKNÖ

Liebe Leserin, lieber Leser!

In diesen Tagen gehört Essen und Trinken zum Fest. Den Geschmack genießen, mit den Augen schon die Vorfreude aufnehmen, den passenden Wein aussuchen, halt übers Essen philosophieren! In meinem Leben ist das sonst eher die Ausnahme. Frankfurter und Hendl vom Grill oder Schnitzel ist allzu oft das Politikermenü.
Ich wünsche Ihnen, dass es bei Ihnen anders ist. Wahrscheinlich essen Sie aber wie die meisten Österreicher, immer wieder auch außer Haus. Aus beruflichen Gründen oder weil es sich einfach so ergibt.

Essen wir im Gasthaus, hoffen wir, dass der Wirt bei den Zutaten nicht knausrig ist und das Beste frisch und aus verlässlicher Herkunft wählt. Wenn es gut schmeckt, brauchen wir uns auch nicht beschweren, wir haben ja selbst ausgewählt, wo und was wir essen wollen.
Anders ist es in einer Betriebskantine, im Spital oder in der Schule, im Kindergarten, im Seniorenheim.
Da sind wir auf das angewiesen, was vorgesetzt wird. Hier für verlässliche Qualität aus Österreich einzutreten, ist doch sehr naheliegend. Wir produzieren top Qualität, werden von österreichischen Ämtern überprüft, die Auflagen sind recht ordentlich.
Wenn aber dann das Billigste aus Irgendwo auf unseren Tellern landet, ist das zwar auch nicht ungenießbar, aber vergleichbar ist es nicht. Ein AMA-Gütesiegel, eine österreichische Hygienekontrolle hat schon was für sich.

In den Einrichtungen des Landes Niederösterreich ist es jetzt selbstverständlich, dass bei Fleisch und Eiern der Gast informiert wird, woher die Ausgangsprodukte sind. In der Kantine der Landwirtschaftskammer auch. Andere beginnen gerade damit. Die LK NÖ hilft dabei gerne.
Ehrlich gesagt, jetzt, wo das Land NÖ bewiesen hat, dass diese Information verlässlich möglich ist und organisatorisch ohne großen Aufwand bewältigt werden kann, rechne ich damit, dass das bald in der Großverpflegung normal sein wird. Schließlich muss man aus Qualität kein Geheimnis machen. Und was anderes wird man uns doch Gott behüte nicht vorsetzen.
Wir bemühen uns und sind stolz auf unsere Lebensmittel. Die Gäste wollen sich sicher sein. Es ist eben GUT ZU WISSEN, woher das kommt, wovon man lebt. Die rotweißrote Lupe ist unser Zeichen für wichtige Informationen.
Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute, Gesundheit, gutes Essen und für uns Bauern ehrliche Preise, die Qualität auch möglich machen.

Herzlichst,
Ihr Hermann Schultes