Fleischkonsum - Mit Panikmache ist niemandem geholfen

(c) Roland Grames

Tipp: Fleisch aus der Region bewusst genießen - AMA-Gütesiegel als Wegweiser

"Die Forschungsgruppe IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO untersucht alle Risiken, die beim Menschen zu Krebs führen können. Auf dieser Liste finden sich Kaffee, Nikotin und Alkohol ebenso wie Sonnenlicht, Holzstaub oder Schichtarbeit und seit Kurzem auch Fleisch sowieFleischprodukte. Wir bedanken uns bei der WHO für den freundlichen Hinweis, dass Fleischkonsum zu Erkrankungen führen kann. Das gilt auch für alle anderen Produkte, die der Mensch zu sich nehmen kann. Selbst die Wahrscheinlichkeit, gesundheitlichen Schaden zu nehmen, wenn auf die Nahrungsaufnahme verzichtet wird, ist erwiesen. Essen und Trinken, Atmen und Stoffwechsel sind wesentliche Lebensfunktionen. Es gibt Menschen, die das auch ohne die Hilfe der WHO wissen", erklärt LK Österreich-Präsident Hermann Schultes zu den jüngsten Veröffentlichungen der IARC.

"Mit solcher Panikmache ist niemandem geholfen. Fleisch ist ein wertvolles Lebensmittel und liefert biologisch hochwertige Nährstoffe wie Eiweiß, Eisen, Zink, Selen sowie Vitamine der B-Gruppe in gut verfügbarer Form. Dass ein Zuviel von jedem Produkt schadet, ist nicht neu. Doch ein gesunder Lebensstil ist mehr als ausgewogene Ernährung. Dazu gehören auch regelmäßige Bewegung, frische Luft und genügend Licht, Entspannung und Ausgleich nach Belastungen, ausreichend Schlaf, weniger gesundheitsschädliche Genussgifte und insgesamt eine positive Lebenseinstellung wie auch funktionierende Beziehungen. Eine seitenlange Liste mit möglicherweise krebserregenden Substanzen ist noch lange keine Gesundheitsgarantie", ergänzt Schultes.

Landwirtschaftskammer berät

"Die Landwirtschaftskammern bieten den Konsumentinnen und Konsumenten schon seit Jahren mit den Seminarbäuerinnen sowie in Kochseminaren die richtigen Tipps für eine ausgewogene Ernährung. Da stehen frische Produkte aus der Region ganz oben auf der Liste. Unsere Ernährungsexperten raten dabei zu weniger Fertigprodukten und zu bewussterem Fleischkonsum. Als Wegweiser in Richtung Qualität dient dabei das AMA-Gütesiegel", stellt Schultes abschließend fest. (Schluss)


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