Bauerntag 2018: Im Miteinander arbeiten und die schweren Herausforderungen annehmen

(c) NÖ Bauernbund

Trotz schwieriger Situation in der Landwirtschaft stellt der NÖ Bauernbund in Wieselburg Verlässlichkeit und Zusammenhalt unter Beweis

Ein Fixtermin im Rahmen der „Inter-Agrar-Messe“ ist auch heuer wieder der Niederösterreichische Bauerntag des NÖ Bauernbunds am 30. Juni gewesen. Bei der bereits achten und zur gern angenommenen Tradition gewordenen Festveranstaltung sind am Samstag rund 1700 Landwirtinnen und Landwirte der Einladung von NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes und LAbg. Direktorin Klaudia Tanner nach Wieselburg gefolgt. Sie haben unter dem Motto „Harte Zeiten – volle Kraft“ einmal mehr die Einigkeit und Stärke des Niederösterreichischen Bauernbunds als politische Interessensvertretung der Bäuerinnen und Bauern und des gesamten ländlichen Raums in Niederösterreich eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Anerkennung und Respekt für die bäuerlichen Leistungen 

Angesichts der landwirtschaftlichen Krisen und spürbaren Auswirkungen des Klimawandels durch massiven Borkenkäferbefall und enorme Trockenheit stellten NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes und Direktorin Klaudia Tanner das Miteinander in den Mittelpunkt der Veranstaltung: „In Zeiten wie diesen heißt es einmal mehr, zusammenstehen und zusammenhalten für unsere rund 40.000 bäuerlichen Familienbetriebe in Niederösterreich. Wir fordern hier auch eine aktive Partnerschaft mit Handel und Konsumenten ein“, hielten Schultes und Tanner fest.

Sie verwiesen in diesem Zusammenhang auch auf die laufende Kampagne „Unser Essen: Gut zu wissen wo’s herkommt“, die im Interesse der Konsumenten eine Herkunftskennzeichnung der Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung durch Großküchen einfordert. Konkret forderte Obmann Schultes von der Bundesregierung die baldige bundesweite Ausrollung der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung – also in Großküchen, Mensen und Mitarbeiterkantinen – nach dem Vorbild Niederösterreichs. „Der Konsument unterstützt uns, indem er beim Einkauf drauf schaut, woher die Produkte im Regal kommen. Unternehmen und Institutionen unterstützen uns, wenn sie in der Beschaffung der Lebensmittel drauf schauen, dass sie diese aus Österreich beziehen und die Wertschöpfung damit im Land bleibt. Eines ist dabei gewiss: Auf die rot-weiß-rote Qualität des AMA-Gütesiegels ist garantiert Verlass“, setzte sich Schultes damit auch für mehr Wertschätzung für die bäuerlichen Leistungen ein.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesrat Ludwig Schleritzko betonten die Wichtigkeit der umfassenden Leistungen, die seitens des Landes in Bereichen wie Gesundheit, Mobilität, Finanzen, Energie und Umwelt für und mit den Menschen in den einzelnen Regionen erbracht werden. Pernkopf sprach von doppelten Anstrengungen, einerseits gelte es den Klimawandel zu bewältigen, andererseits gehe es darum, das kommende EU-Budget in den Griff zu bekommen: „Es darf nicht auf den Rücken unserer Bäuerinnen und Bauern gespart werden. Wenn das EU-Budget bis zu 18 Prozent wächst, werden wir im landwirtschaftlichen Bereich keinesfalls kolportierte Einsparungen bis 15 Prozent hinnehmen“, so Pernkopf.  

Die Bedeutung des Dialogs auf Augenhöhe zwischen der Landwirtschaft, anderen Branchen und der Gesellschaft sprach der Präsident des österreichischen Bauernbundes Georg Strasser an, ebenso wie die Leistungsbereitschaft der Bäuerinnen und Bauern. Der neu gewählte Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident Josef Moosbrugger skizzierte in seiner Festansprache die aktuellen Entwicklungen in der Agrarbranche.

Die neue Gemeinsame Agrarpolitik und das EU-Budget dürfen auf gar keinen Fall zu einem Anschlag auf die österreichischen Bauernfamilien werden, betonte Moosbrugger: „Wir sind keine Bittsteller der Nation, sondern wir erbringen täglich wichtige Leistungen, die auch anständig bezahlt werden sollten, sonst wird es diese in Zukunft nicht mehr geben. Im Gegenteil, es gelte gerade die bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich zu stärken“, so Moosbrugger, der auch gleiche Standards für österreichische und importierte Produkte einforderte. Der Mehrwert regionaler Produktion müsse letztendlich auch im Regal sichtbar werden, hob der Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident hervor.

Geburtstagsgratulationen am Bauerntag

Doppelt stilgerechte und präsidial passende Feierstunde im Rahmen der Festveranstaltung: Josef Moosbrugger feierte am Bauerntag nämlich gleichzeitig seinen 52. Geburtstag. Bei dem gelungenen Bieranstich unterstützte ihn tatkräftig Präsident Georg Strasser, der am Vortag sein 47. Wiegenfest beging. Das versammelte Festzelt schickte Ministerin Elli Köstinger und ihrem Lebensgefährten Thomas eine Grußbotschaft zur bevorstehenden Geburt ihres ersten Kindes. Weitere freudige Nachricht: LH-Stv. Stephan Pernkopf gab bekannt, dass er ebenfalls in Kürze mit seiner Ehefrau Marianne das zweite Kind erwarte.

 

Mit dabei am Bauerntag waren neben dem Präsidium und dem Landesvorstand des NÖ Bauernbunds mit zahlreichen Abgeordneten zum Nationalrat, Landtag und Bundesrat auch Landeshauptmann a.D. Erwin Pröll, die Vizepräsidenten der NÖ Landwirtschaftskammer, Theresia Meier und Otto Auer sowie Kammerdirektor Franz Raab und der Direktor des Österreichischen Bauernbundes Norbert Totschnig sowie Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager. In die Riege der Ehrengäste reihten sich auch der Generalsekretär der LK-Österreich Ferdinand Lembacher, der ehemalige Generalsekretär der Volkspartei und nunmehrige Berater des Bundeskanzlers Stefan Steiner, Landesbäuerin-Stellvertreterin BR Andrea Wagner, Messedirektor Werner Roher, AMA-Vorstandsvorsitzender Günter Griesmayr, Bezirkshauptmann Johann Seper, die Obfrau der NÖ Dorf- und Stadterneuerung Maria Forstner, Landjugend NÖ-Leiter Gerald Wagner, Bauernbundballobmann Stefan Jauk und viele andere mehr.

Rückfragehinweis:
Mag. Michael Kostiha Pressesprecher NÖ Bauernbund
Ferstlergasse 4 3100 St. Pölten
Tel.: 02742/9020-2330
Mobil: 0664/230 318 3

Maria Haiderer,BA
Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Ferstlergasse 4 3100 St. Pölten
Tel.: 02742/9020-2340
Mobil: 0664/839 741 2